Wie können Wohnangebote auf veränderte Lebensmodelle reagieren und zugleich bezahlbar, flächensparend und sozial tragfähig sein? Mit dieser Frage beschäftigt sich die neue BBSR-Online-Publikation „Innovative Wohnformen – Good Practices, Projektionen und Realisierungsbedingungen“. Untersucht werden Wohnkonzepte, die unter anderem auf flexible Grundrisse, gemeinschaftliche Strukturen, alternative Organisationsformen oder neue bauliche und energetische Lösungen setzen.
Dabei richtet die Studie den Blick ausdrücklich auch auf die kommunale Perspektive. Grundlage sind unter anderem eine Befragung von 77 Städten und Gemeinden sowie 15 Landkreisen und die Untersuchung zahlreicher Wohnprojekte in Deutschland. Die Ergebnisse zeigen: Rund zwei Drittel der befragten Kommunen betrachten besondere Wohnprojekte bereits als Bestandteil ihrer Stadtentwicklungs- und Wohnungspolitik. Besonders häufig verbinden sie damit Ziele wie bezahlbares und flächensparendes Wohnen, Ressourcenschonung oder soziale Mischung.
Für die kommunale Praxis interessant sind vor allem die konkreten Handlungsmöglichkeiten vor Ort. Die Studie betrachtet beispielsweise Konzeptvergaben und die gezielte Bereitstellung kommunaler Grundstücke, Beratungsangebote sowie die Unterstützung bei der Nutzung von Fördermitteln. Zugleich zeigt sie, wie wichtig der Erfahrungsaustausch zwischen Kommunen sowie die Zusammenarbeit mit Wohnungsunternehmen, Genossenschaften, Planenden und Projektinitiativen sein können.
Auch für Kleinstädte lohnt sich der Blick in die Publikation: Bei der Auswahl der Good-Practice-Beispiele wurden gezielt Projekte aus kleineren Kommunen und ländlicheren Regionen berücksichtigt; drei der 15 ausgewählten Projekte liegen in Kommunen mit weniger als 20.000 Einwohnerinnen und Einwohnern.
Damit bietet die Publikation Verantwortlichen in Kleinstadtverwaltungen weniger eine fertige Blaupause als vielmehr Anregungen dafür, welche Rahmenbedingungen Kommunen schaffen können, damit neue Wohnideen vor Ort eine Chance auf Umsetzung bekommen – und welche Ansätze sich für die eigene Wohnungs- und Stadtentwicklung genauer zu prüfen lohnen.
Aktuell sind Innenstädte geprägt durch den Einzelhandel. Doch mit einem sich ändernden Kundenverhalten stellt sich in vielen Kommunen längst die Frage, wie Innenstädte zukünftig belebt werden können. Der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) hat einen umfassenden Leitfaden zur Entwicklung und Umsetzung neuer Nutzungskonzepte für Innenstädte veröffentlicht.
Welches von sieben potenziellen Zukunftsszenarien spiegelt am deutlichsten die aktuelle Entwicklung Ihrer Kleinstadt wider? Nehmen Sie jetzt an unserer bundesweiten Befragung "Zukunftsfeste Kleinstädte 2045" teil und erhalten Sie direkt im Anschluss eine individuelle Auswertung für Ihre Stadt.
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