Publikation
13.07.26
Kurzexpertise erschienen: Kleine Städte, starke Partner – Kommunale Tochtergesellschaften in der Kleinstadtentwicklung

Wie können Kleinstädte Stadtwerke, Wohnungsbaugesellschaften oder Entwicklungsgesellschaften strategisch einsetzen? Die neue Kurzexpertise „Kleine Städte, starke Partner" gibt Orientierung für kommunale Entscheidungsebenen.

Auslagerung als strategisches Instrument

Viele Kleinstädte stehen vor großen Transformationsaufgaben: Energiewende, Wohnraumversorgung, Breitbandausbau oder Innenstadtentwicklung erfordern Fachexpertise, Investitionskapazität und Flexibilität. Die Expertise zeigt, dass kommunale Tochtergesellschaften hierfür ein wirkungsvolles Instrument sein können – allerdings nur unter klaren Voraussetzungen. Operative, investitionsintensive und marktnahe Aufgaben eignen sich für eine Auslagerung. Strategische Kernaufgaben wie Bauleitplanung, Finanzhoheit und Beteiligungscontrolling müssen hingegen in der Verwaltung verbleiben.

Governance und demokratische Kontrolle

Ein zentrales Ergebnis: Auslagerung darf nicht zu Kontrollverlust führen. Die Expertise empfiehlt eine klare Eigentümerstrategie, pragmatisches Controlling mit Zielvereinbarungen und Kennzahlen sowie definierte Rollen für Rat, Verwaltung und Aufsichtsrat. Nur so lässt sich der Gefahr begegnen, dass politische Entscheidungen aus öffentlichen Ratssitzungen in nicht-öffentliche Aufsichtsgremien verlagert werden.

Interkommunale Kooperation als Alternative

Fehlt einer Kommune die kritische Betriebsgröße, empfiehlt die Expertise interkommunale Kooperationsformen – etwa Zweckverbände oder gemeinsame Gesellschaften. Ein flexibler Mix aus informellen Netzwerken und formellen Strukturen ist dabei am erfolgversprechendsten.

Die Kurzexpertise entstand in Zusammenarbeit mit CIMA Beratung + Management und steht ab sofort zum Download bereit. Sie enthält eine Handlungsempfehlungs-Checkliste für kommunale Entscheiderinnen und Entscheider.

Hier können Sie die Kurzexpertise als PDF downloaden.

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