Wie können Kleinstädte Stadtwerke, Wohnungsbaugesellschaften oder Entwicklungsgesellschaften strategisch einsetzen? Die neue Kurzexpertise „Kleine Städte, starke Partner" gibt Orientierung für kommunale Entscheidungsebenen.
Viele Kleinstädte stehen vor großen Transformationsaufgaben: Energiewende, Wohnraumversorgung, Breitbandausbau oder Innenstadtentwicklung erfordern Fachexpertise, Investitionskapazität und Flexibilität. Die Expertise zeigt, dass kommunale Tochtergesellschaften hierfür ein wirkungsvolles Instrument sein können – allerdings nur unter klaren Voraussetzungen. Operative, investitionsintensive und marktnahe Aufgaben eignen sich für eine Auslagerung. Strategische Kernaufgaben wie Bauleitplanung, Finanzhoheit und Beteiligungscontrolling müssen hingegen in der Verwaltung verbleiben.
Ein zentrales Ergebnis: Auslagerung darf nicht zu Kontrollverlust führen. Die Expertise empfiehlt eine klare Eigentümerstrategie, pragmatisches Controlling mit Zielvereinbarungen und Kennzahlen sowie definierte Rollen für Rat, Verwaltung und Aufsichtsrat. Nur so lässt sich der Gefahr begegnen, dass politische Entscheidungen aus öffentlichen Ratssitzungen in nicht-öffentliche Aufsichtsgremien verlagert werden.
Fehlt einer Kommune die kritische Betriebsgröße, empfiehlt die Expertise interkommunale Kooperationsformen – etwa Zweckverbände oder gemeinsame Gesellschaften. Ein flexibler Mix aus informellen Netzwerken und formellen Strukturen ist dabei am erfolgversprechendsten.
Die Kurzexpertise entstand in Zusammenarbeit mit CIMA Beratung + Management und steht ab sofort zum Download bereit. Sie enthält eine Handlungsempfehlungs-Checkliste für kommunale Entscheiderinnen und Entscheider.
Wie erleben junge Bürgermeisterinnen und Bürgermeister derzeit die Situation in ihren Kommunen – und was braucht es aus ihrer Sicht, damit Städte und Gemeinden auch künftig handlungsfähig bleiben? Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein neues Positionspapier des Netzwerks Junge Bürgermeister*innen.
Wie können sich Kleinstädte in tiefgreifenden wirtschaftlichen Transformationsprozessen langfristig zukunftsfähig aufstellen? Einen interessanten Einblick gibt der Beitrag „Damit es unser Revier bleibt“ in der aktuellen Ausgabe des Magazins Stadt:pilot. Er führt nach Lübbenau/Spreewald und zeigt, wie die Kleinstadt in der Lausitz den Strukturwandel vor Ort mit aktiver Stadtentwicklung gestaltet.
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