Wie geht es den deutschen Kleinstädten? Welche Herausforderungen drängen in den Verwaltungen aktuell besonders? Und welche Zukunftsthemen erfordern eine Anpassung der Rahmenbedingungen, um hinreichende Handlungsfähigkeit zu schaffen?
Das und mehr soll künftig ein jährliches Kleinstadt-Barometer erheben. Auf dem Weg dorthin haben wir gemeinsam mit den Zukunftsforschenden von foresightlab und unterstützt vom Deutschen Städte- und Gemeindebund eine erste Pilot-Umfrage durchgeführt, deren Ergebnisse jetzt vorliegen.
Ohne bereits den Repräsentativitätsanspruch zu haben, den das Kleinstadt Barometer ab 2026 anstrebt, liefert die Stichprobe einen ersten, aktuellen Einblick, was Verantwortlichen in den Verwaltungen kleiner Städte besonders unter den Nägeln brennt.
Deutlich wird: Die Finanzlage steht an erster Stelle – sowohl bei den aktuellen Aufgaben als auch mit Blick auf die Zukunft. Daneben treiben vor allem Infrastruktur, Wohnen, Digitalisierung und Klimaschutz die Verwaltungen um. Als besonders herausfordernd empfinden viele Kleinstädte die Sicherung lebendiger Innenstädte, steigende Sozialausgaben sowie den Erhalt kommunaler Krankenhäuser. Als Schlüsselfaktoren für eine erfolgreiche Entwicklung nennen sie zudem die Gewinnung und Bindung von ausreichend qualifizierten Fachkräften sowie die Akquise von Fördermitteln.
Gerade weil die Forschungslage zu Kleinstädten und ihren spezifischen Anliegen bislang noch wenig ausgeprägt ist – und das, obwohl sie fast die Hälfte aller Kommunen in Deutschland darstellen – schafft das Kleinstadt Barometer hier zusätzliche Sichtbarkeit. In allgemeineren Studien zur Lage der Kommunen, werden die speziellen Anforderungen von Kleinstädten kaum systematisch herausgearbeitet. Angesichts ihrer strukturellen Besonderheiten, allein schon durch die finanzielle wie personelle Ausstattung der Verwaltungen, ist eine eigenständige Betrachtung jedoch unabdingbar – um auf deren Basis zielführend Rahmenbedingungen für zukunftsfähige, resiliente Kleinstädte gestalten zu können.
Die Pilot-Umfrage ist auf diesem Weg ein erster Schritt. Sie liefert uns eine frühe belastbare Grundlage, um die drängenden Anliegen der Kleinstädte gezielt an Politik und Öffentlichkeit heranzutragen. Gleichzeitig konnten wir im Rahmen der Durchführung wertvolle Erkenntnisse gewinnen, die in die Entwicklung des jährlichen repräsentativen Kleinstadt-Barometers ab 2026 einfließen. Dieses soll dann ein noch umfassenderes und präziseres Stimmungsbild der deutschen Kleinstädte einfangen.
Die Ergebnisse der Pilot-Umfrage des Kleinstadt-Barometers können Sie hier herunterladen:
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Die Kleinstadt Akademie startet den Projektaufruf für die Kleinstadt-Labore 2026–2027. Gesucht werden Kleinstädte in ganz Deutschland, die innovative Lösungen rund um das Thema „Neues Wohnen“ entwickeln und erproben möchten.
Auf der Plattform Praxiswissen des Umsetzungslabors für den Bau-Turbo finden Kommunen verschiedene Unterstützungsangebote zur Arbeit mit der bauplanungsrechtlichen Sonderregelung §246e - dem sogenannten Bau-Turbo.
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