Der Leitfaden „Sofortmaßnahmen – Hinweise zu schnell umsetzbaren Maßnahmen für den Fuß- und Radverkehr“ der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW (AGFS) zeigt anhand zahlreicher Praxisbeispiele, wie Kommunen mit pragmatischen Maßnahmen schnell spürbare Verbesserungen erreichen können. Auch für Kommunen außerhalb Nordrhein-Westfalens kann die Veröffentlichung ein wertvolles Hilfsmittel sein.
Gerade Kleinstädte stehen häufig vor der Herausforderung, Mobilitätsangebote weiterzuentwickeln, ohne dass umfangreiche Baumaßnahmen oder langwierige Planungsprozesse auf absehbare Zeit realisierbar sind. Der Leitfaden verfolgt deshalb einen pragmatischen Ansatz: Statt auf die Ideallösung zu warten, rückt er Maßnahmen in den Fokus, mit denen sich Lücken im Fuß- und Radverkehrsnetz mit überschaubarem finanziellem, personellem und zeitlichem Aufwand schließen lassen.
Die Publikation bündelt zahlreiche praxiserprobte Lösungsansätze – von der Markierung von Geh- und Radverkehrsanlagen über die Verbesserung von Querungsstellen bis hin zu zusätzlichen Fahrradabstellmöglichkeiten, Sitzgelegenheiten oder Maßnahmen zur Klimaanpassung im öffentlichen Raum. Ergänzend enthält sie Hinweise zu Planung, Kommunikation und rechtlichen Grundlagen sowie kompakte Datenblätter mit Anwendungsbereichen, Planungshinweisen und Praxisbeispielen.
Entwickelt wurde der Leitfaden für die Mitgliedskommunen der AGFS in Nordrhein-Westfalen. Viele der vorgestellten Ansätze lassen sich jedoch auch auf Kommunen in anderen Bundesländern übertragen. Die Maßnahmen basieren im Regelfall auf bereits umgesetzten Praxisbeispielen und orientieren sich an den einschlägigen technischen Regelwerken.
Gerade für Kleinstädte bietet die Veröffentlichung damit zahlreiche Anregungen, wie sich mit begrenzten Ressourcen konkrete Verbesserungen für sichere, attraktive und durchgängige Wege für den Fuß- und Radverkehr anstoßen lassen.
Wie erleben junge Bürgermeisterinnen und Bürgermeister derzeit die Situation in ihren Kommunen – und was braucht es aus ihrer Sicht, damit Städte und Gemeinden auch künftig handlungsfähig bleiben? Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein neues Positionspapier des Netzwerks Junge Bürgermeister*innen.
Wie können sich Kleinstädte in tiefgreifenden wirtschaftlichen Transformationsprozessen langfristig zukunftsfähig aufstellen? Einen interessanten Einblick gibt der Beitrag „Damit es unser Revier bleibt“ in der aktuellen Ausgabe des Magazins Stadt:pilot. Er führt nach Lübbenau/Spreewald und zeigt, wie die Kleinstadt in der Lausitz den Strukturwandel vor Ort mit aktiver Stadtentwicklung gestaltet.
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