Projekt
10.07.26
Radverkehr über Gemeindegrenzen hinweg stärken – NUDAFA-Reallabor Eichwalde

Seit 2020 ist die Gemeinde Eichwalde (Brandenburg) Verbundkoordinator des Projekts „Nutzerdatengestützte Planung eines integrierten Fahrradverkehrsnetzes“ (NUDAFA). Im Rahmen des Reallabors wird untersucht, wie Radverkehrsförderung auch mit geringen Ressourcen gelingen kann. Ein zentrales Teilprojekt ist der interkommunale Radweg, ein weiteres das „Komfortable Kopfsteinpflaster“: Mithilfe einer erprobten Schleiftechnik wird das historische Natursteinpflaster so bearbeitet, dass es deutlich komfortabler und sicherer befahrbar wird.

Gerade für die Nahmobilität in Kleinstädten kann das Fahrrad eine zentrale Rolle spielen – und dabei seinen Beitrag zur Mobilitätswende leisten. Doch unzureichend ausgebaute oder schlecht vernetzte Radwege verhindern vielerorts eine komfortable und sichere Nutzung. Genau hier setzt das Forschungsprojekt „Nutzerdatengestützte Planung eines integrierten Fahrradverkehrsnetzes“ (NUDAFA) an.

Seit 2020 ist die Gemeinde Eichwalde (Brandenburg) Verbundkoordinator dieses Projekts. Gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) wird in einem Reallabor ausprobiert, wie der Radverkehr interkommunal gestärkt und die Zusammenarbeit kleiner Kommunen gefördert werden kann. Mit Erfolg: 2024 startete das Projekt in die dritte Phase der Fördermaßnahme „MobilitätsWerkStadt 2025“.

Mittlerweile arbeitet die Stadt Eichwalde in einem umfassenden Akteursnetzwerk mit der FixMyCity GmbH, der TU Berlin und der TH Wildau sowie den Nachbarkommunen Zeuthen, Schulzendorf, Wildau, Schönefeld und Königs Wusterhausen zusammen. Gemeinsam erproben sie Strategien, die auf andere Kleinstädte übertragbar sind. Im Rahmen des Reallabors wird untersucht, wie Radverkehrsförderung auch mit geringen Ressourcen gelingen kann. Ein zentrales Teilprojekt ist der interkommunale Radweg. Ergänzend dazu wurde eine partizipative Schulwegkartierung durchgeführt, um die Routen der Kinder, die mit dem Fahrrad zur Schule fahren, sichtbar zu machen und subjektive Gefahrenstellen zu identifizieren.

Einen ganz praktischen Ansatz verfolgt das Teilprojekt „Komfortables Kopfsteinpflaster“. Mithilfe einer erprobten Schleiftechnik wird das historische Natursteinpflaster so bearbeitet, dass es deutlich komfortabler und sicherer befahrbar wird, ohne den Charakter der Straßen oder deren Versickerungsfähigkeit zu beeinträchtigen. Weitere Teilprojekte wie unter anderem der „NUDAFA-Radverkehrsatlas“, das „Modulare Fahrradparken“ oder die Projektwoche & „Leitfaden BikeBuddies“ ergänzen diesen Ansatz.

Durch kleinteilige und strategische Maßnahmen wird der Radverkehr in der Region nachhaltig gestärkt. Die Verbundpartner zeigen, dass die freiwillige Maßnahme Radverkehrsförderung auch für Kleinstädte leistbar und sinnvoll ist. Weitere Teilprojekte des NUDAFA-Reallabors finden Sie hier. Informationen zur wettbewerblichen Fördermaßnahme MobilitätsWerkStadt 2025 finden Sie hier.

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