Projekt
26.05.26
Smart Green City Haßfurt: Digitalisierung und Nachhaltigkeit verbinden

Die Digitalisierung verändert Städte grundlegend. Apps für Bürgerinnen und Bürger, digitale Verwaltungsprozesse und automatische Datenerfassung beschleunigen den Informationsfluss und machen Städte „smarter". Was dabei nicht immer automatisch mitgedacht wird: dass smarte Technologien einerseits dabei helfen können, Umweltbelastungen zu reduzieren, diese zugleich aber auch viel Energie verbrauchen. Die Kleinstadt Haßfurt in Unterfranken hat sich deshalb ein besonderes Ziel gesetzt. Sie will Nachhaltigkeit und Smart City miteinander verbinden und hat dafür das Projekt Smart Green City gestartet.

Das Projekt besteht aus drei Kernelementen: Partizipation, Daten und grüne Energie. Mit diesem Ansatz will Haßfurt eine resiliente und nachhaltige Stadt werden, die gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern Zukunft gestaltet. Die Kommune bettet das Vorhaben in eine gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung ein. Das Thema Nachhaltigkeit hat in Haßfurt bereits Tradition. Schon vor Projektstart nahm die Stadt eine Vorreiterrolle bei Energieneutralität und Energieeffizienz ein.

Ihr Vorgehen hat Haßfurt in einem Strategiepapier entlang von acht Handlungsfeldern (Mobilität, Energie, Bildung & Ehrenamt, Gesundheit, Wirtschaft & neues Arbeiten, Klima, Verwaltung und Tourismus & Kultur) festgehalten. Die Stadt setzt auf Zusammenarbeit. Durch vielfältige Beteiligungsformate wie Wettbewerbe, Workshops, digitale Befragungen und ein Stadtlabor werden Bürgerinnen und Bürger, Stadtverwaltung, Politik und Wissenschaft in den Prozess involviert. So wird das Thema Smart City vor Ort erlebbar.

Im Bereich Natur- und Katastrophenschutz unterstützt beispielsweise eine digitale Datenerhebung das Frühwarnsystem. Sensoren erfassen Pegelstände und machen sie auf einer Karte online einsehbar. Außerdem messen im Rahmen einer Pilotphase Sensoren Daten an Bäumen. Das Ziel besteht darin, den Wasserhaushalt der Bäume zu überwachen und so die Pflege gezielt zu steuern.

Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) fördert das Projekt seit 2019 im Rahmen des Programms Modellprojekte Smart Cities, gemeinsam mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die Gesamtlaufzeit beträgt sieben Jahre: zwei Jahre für die Strategieentwicklung und fünf Jahre für die Umsetzung.

Weitere Informationen zum Projekt Smart Green City sowie Ansprechpersonen für den direkten Erfahrungsaustausch finden Sie hier.

Weitere Infos zum Projekt
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