Wie sehen mögliche Zukunftspfade deutscher Kleinstädte aus? Welche Entwicklungen werden ihre Handlungsspielräume prägen – und welche Unsicherheiten gilt es schon heute mitzudenken? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Kleinstadt Akademie im Rahmen des Szenarioprozesses „Zukunftsfeste Kleinstädte 2045“, den sie gemeinsam mit der ScMI AG durchführt.
Ziel des Projekts ist es, wissenschaftlich fundierte Zukunftsszenarien für Kleinstädte zu entwickeln und Kommunen damit eine strategische Orientierung in einer zunehmend komplexen und von Unsicherheiten geprägten Zeit zu bieten. Im Ergebnis soll daraus auch ein praxisnahes Instrument entstehen, mit dem Kleinstädte eigenständig mit Szenarien arbeiten und diese für ihre strategische Planung nutzen können.
Ein zentraler Bestandteil des Projekts sind Gespräche vor Ort: Ergänzend zu einer breiten Umfrage unter Kleinstädten haben Zukunftsforschende sechs Modellkommunen besucht, um unterschiedliche kommunale Perspektiven, Herausforderungen und Entwicklungsschwerpunkte besser zu verstehen.
Den Auftakt bildeten Gespräche in Monschau, Grebenstein und Neukirchen/Erzgebirge. In einem zweiten Schritt folgten Besuche in Lauffen am Neckar, Arneburg-Goldbeck und Mölln. Die ausgewählten Kommunen stehen beispielhaft für unterschiedliche Ausgangslagen, regionale Kontexte und Entwicklungsdynamiken deutscher Kleinstädte.
Im Mittelpunkt der Gespräche standen sowohl die großen Zukunftsfragen als auch ganz konkrete lokale Erfahrungen: Welche Einflussfaktoren werden die Entwicklung von Kleinstädten künftig besonders prägen? Wo liegen die größten Unsicherheiten? Und welche Themen bestimmen bereits heute die kommunale Praxis?
Die Erkenntnisse aus den Gesprächen fließen unmittelbar in die Entwicklung der Szenarien ein. Ziel ist es, den möglichen Entwicklungsraum deutscher Kleinstädte bis zum Jahr 2045 sichtbar zu machen und Kommunen dabei zu unterstützen, langfristige Entwicklungen besser einzuordnen und aktiv zu gestalten.
Über die Ergebnisse des Szenarioprozesses und die daraus entstehenden Angebote für die kommunale Praxis wird die Kleinstadt Akademie im Laufe des Jahres 2026 informieren.
Neues Positionspapier aus der ARL – Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft zeigt, dass Kleinstädte kein homogener Siedlungstyp sind und das Thema Wohnen auch dort differenziert betrachtet werden muss.
Die Stadt Wittenberge stellt zum frühestmöglichen Zeitpunkt einen
Referenten für Stadtentwicklung/ Kleinstädte Fokusthemen (m/w/d)
für das Projekt "Kleinstadt Akademie" ein.
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